… der zweite Tag – Hoima => Masindi

…. jetzt ist später! Wir sind gelandet.

Nach etlichen Flugstunden mit Egyptrair unter engen räumlichen Bedingungen … war echt eine kleine Maschine, waren wir mehr als froh endlich ugandischen Boden betreten zu dürfen … und als dann auch das gesamte Gepäck, 7 Fahrräder und 9 Koffer, vollständig auf dem Kofferband lagen, haben wir alle tief durchgeatmet.

Wie wir das nun auf zwei Geländewagen inkl. uns 9 und dem nicht zu geringen Handgepäck plus Laptop-Taschen verstauen sollten, war uns noch ein echtes Rätsel. Innerhalb weniger Minuten arbeiten ugandische und weiße Hände wunderbar zusammen. Nach ca. 1 Stunde war das „Meisterwerk“ vollbracht.

Von Entebbe (Flughafen) brachen wir Richtung Hoima auf. So ganz sicher waren wir uns nicht, ob die Dachkonstruktion den ugandischen Straßenverhältnissen, mehr Schlaglöcher als ihr euch vorstellen könnt, standhalten würde. Wir haben dann zur Sicherheit doch noch mal einen Schwung Seile gekauft. Wunderbar, dass das auch Sonntag Morgens gegen 07:00 Uhr in Uganda möglich ist. James und Komachech sind eben echte Ugander sondern auch echte Improvisationskünstler. Wir konnten leider nur mit Skepsis und Staunen „glänzen“. Sie haben es natürlich super gemacht und wir sind sicher in Hoima angekommen.

… aber auch wir konnten unsere ugandischen Freunde zum Staunen bringen. In Windeseile wurden die Räder zusammengeschraubt hübsch mit unseren Satteldecken dekoriert und die Radtaschen abfahrbereit gepackt. Als dies haben wir dem tollen Team von Radwelt Coesfeld zu verdanken.

Es war schon schön spät, einige Kräfte hatten wir auf unserer Reise schon verbraucht, die erste Radetrappe war ausgerechnet dann auch noch die Längste und da wir nicht gleich am Anfang total verausgaben wollten kürzten wir die Route etwas ab. Also, alle Räder, ohne Karton, aber moniert, wieder auf’s Dach und über Sandpisten zu dem, mit Ulli’s GPS neu gefundene Startpunkt.

… eben somewhere in the middle of nowhere, aber sicher in Uganda. Nach all den Strapazen der Reise endlich an der frischen Luft, das tun, was wir tun wollten, Uganda genießen

… und wie wir die erste Etappe genossen haben. Die Wege waren anstrengender als gedacht, aber die Ruhe, die wunderschöne Natur, die frische Luft, der tolle Himmel, die warmen Temperaturen und die ganz besondere Atmosphäre am Wegesrand haben schon den ersten Tag zu einem unvergesslichem Erlebnis gemacht. Wir waren sich die ersten Weißen auf normalen Fahrrädern, die hier entlang radelten. Viele lachende, fröhliche Kinderaugen und viele schöne Smalltalkes auf unserer Strecke berührten uns dieses Mal, sicherlich auf eine ganz andere Weise, sehr.

… wir radeln und erlaben dann mal weiter.