Title: Uganda April 2025 – eine Familienreise ins Lichtstrahl Projekt und durch das Land – ein Reisebericht
Author: Zoe Rath
Published: 28. Juni 2025
Last modified: 11. September 2025

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# Uganda April 2025 – eine Familienreise ins Lichtstrahl Projekt und durch das Land – ein Reisebericht

 Veröffentlicht am 28. Juni 202511. September 2025 von [Zoe Rath](https://www.lichtstrahl-uganda.de/blog/author/zoe-rath/)

Schon Winston Churchill soll Uganda einst die „Perle Afrikas“ genannt haben – vermutlich,
nachdem er morgens am Nil saß, frischen Kaffee trank und einem Elefanten beim Baden
zusah. Und ja:  Beeindruckende Landschaften, grüne Hügel, Elefanten und Giraffen,
traumhafte Sonnenuntergänge – das klingt definitiv nach einer Perle.

Und genauer gesagt: Uganda ist keine Perle, Uganda ist eine ganze Perlenkette. 

Viele Perlen, die sich aneinanderreihen, wie dem Victoriasee mit seiner beeindruckenden
Größe, dem Nil, den Murchison Falls und dem faszinierendem wildlife – Berggorillas
in Bwindi, Schimpansen in Kibale und mit ein wenig Glück – den „big five“. 
Doch
die wertvollsten Perlen Ugandas sind neben den Landschaften und Tieren die Menschen,
voll Freundlichkeit und Lachen, trotz vieler Geschichten von Armut, Verlust, harter
Arbeit. Und last but not least die Perle, abseits der Touristenpfade, die im Norden
liegt:Das Projekt Lichtstrahl Uganda in Gulu.Und dieses Projekt ist der Grund und
erstes Ziel auf unserer Reise nach Uganda im April 2025.

**Unsere Reise durch Uganda – Land. Leute. Lichtstrahl**

Die Ruhe der Nacht liegt über der Stadt, als wir -Franca, Mascha, Finn, Stefan und
Kikki – am 13. April 25 in Entebbe landen. Mit 10 großen Koffern, Handgepäck und
einer guten Portion Erschöpfung schieben wir uns – empfangen von Patrick – durch
die Zollkontrolle. Erste Station ist das Guesthouse Carpe Diem in Entebbe, wo wir
eine kurze Nacht verbringen, bevor es am nächsten Morgen weiter nach Gulu geht.

Die Fahrt dorthin dauert geschätzt 8 bis 10 Stunden. Es ist ein Abenteuer von Anfang
an: Hühner, Fahrräder, LKW, Kinder, Kühe, Busse, Polizei, Army – alle teilen sich
eine Spur.
Nachdem wir Kampala hinter uns gelassen haben, verändert sich die Landschaft,
wird wilder, unberührter. Wir machen einen Stopover im Ziwa Rhino Sanctuary und 
beobachten geschützt durch den günstigen Wind (und den Ranger), Nashörner quasi 
in Reichweite. Die mächtigen Tiere wirken ruhig und gelassen, vielleicht auch, weil
ihre Sehschärfe begrenzt ist – das erlaubt uns, sehr nahe heranzukommen, ohne sie
zu stören. 

Da die Nilbrücke gesperrt ist, müssen wir den Umweg durch den Murchison Falls Nationalpark
nehmen. Hier bekommen wir während der zweistündigen Fahrt durch den Park den nächsten
Eindruck von der Schönheit der Landschaft. Den Nil, Büffel, Giraffen, Wasserböcke
und Elefanten direkt vor dem Kleinbus inklusive. 
Erst nach Einbruch der Dunkelheit
erreichen wir erschöpft, aber happy, voller Eindrücke und Vorfreude Gulu. 

Die nächsten drei Tage verbringen wir im Projekt.
Schon beim Besuch der Nursery 
School wird allen bewusst, wie viel Großartiges hier in nur 15 Jahren entstanden
ist.Wir besichtigen die Primary School, die Näherei, das Mütterkrisenhaus, das Kinderkrisendorf,
die Entbindungsstation (rund um die Uhr geöffnet), die medizinische Station, den
Dentalbereich und erleben, wie mit einfachen Mitteln Großes bewirkt wird. Die „One-
Dollar-Brille“ ist nur ein Beispiel. 

Dieser erste Tag wird vor allem auch unvergesslich, denn Franca hat Geburtstag und
wird von allen gefeiert – mit Geburtstagstorte, Gesang, Tanz und vielen strahlenden
Gesichtern. An dieser Stelle noch mal ein Riesendankeschön an alle! 

Zum echten Highlight wird am darauffolgenden Tag das gemeinsame Fußballspiel. Gespielt
wird auf roter Erde, denn das geplante Sportfeld ist noch Zukunftsmusik. Statt Toren
gibt’s Markierungen – aber alle sind mit Feuereifer dabei. Mädchen und Jungs kämpfen
mit vollem Einsatz um Ball und Tore, Stefan und Finn mittendrin. 

Mit den Sozialarbeiter*innen besuchen wir auch das Buschland, Village genannt – 
hier zeigt sich die ärmste Seite Ugandas: Lehmhütten, kein fließendes Wasser, kein
Strom, keine medizinische Versorgung. Viele Kinder gehen nicht zur Schule, weil 
das Geld fehlt. Auch das gehört zur Realität – bewegend, bedrückend, und ein weiterer
Grund, warum dieses Projekt so wichtig ist.

Der Besuch des Landwirtschaftsprojekts wird zum ungeplanten Abenteuer. Es schüttet
so sehr, dass wir den Besuch vorzeitig beenden und auf den Bodas durch den Regen
zurück ins Projekt müssen. Regenzeit eben – auch das ist Uganda.

Nach drei intensiven Tagen mit vielen faszinierenden Eindrücken und großem Respekt
vor dem, was hier geleistet wird, verlassen wir das Projekt und starten eine 10tägige
Rundreise durch das Land mit dem besten Reiseleiter und Fahrer – Mister Edgar!

Unser erster Tag startet mit einer Bootstour auf dem Nil – Ziel: die Murchison Falls.
Beeindruckend sind vor allem die vielen Nilpferde und Krokodile, die man unterwegs
beobachten kann. 

Dazu gibt’s ein kühles „Nile“-Bier – ganz nach dem Motto „a Nile on the Nile“.
Am
Abend übernimmt dann Mister Edgar wieder das Steuer und ist gleichzeitig unser Guide
für die Safari durch die Savanne mit seiner vielfältigen Tierwelt. An diesem Abend
ist der filmreife Sonnenuntergang inklusive.

Am nächsten Morgen geht es auf eine 8-stündige Weiterfahrt nach Kibale. Von dort
starten wir am darauffolgenden Tag unser Schimpansen-Trekking – und was soll ich
sagen? Absolut Wahnsinn! Die Tiere in freier Wildbahn zu erleben, ist ein echtes
Abenteuer und lässt einen ganz nah an seine Vorfahren rücken. 

Weiter geht die Reise zum Queen Elizabeth Nationalpark, wo wir bei einem Zwischenstopp
zum allerersten Mal zu Fuß den Äquator überqueren! Im Nationalpark begleitet uns
unser „Ranger“ Mister Edgar, dann auf Löwensuche. Und tatsächlich: Wir entdecken
sowohl männliche als auch weibliche Löwen – Trotz des sicheren Buses spürt man doch
einen ordentlichen Nervenkitzel!
Eine weitere Attraktion erwartet uns dann spät 
abends: Nilpferde laufen in Sichtweite am Hotel vorbei. Dies ist auch der Grund,
weshalb man sich hier nach Einbruch der Dunkelheit nicht allein draußen bewegen 
darf.

Tags darauf stehen die nächsten 120 km an, davon 70 km auf Sandpisten durch den 
Park – für die wir 5 Stunden (!) benötigen. Es geht nach Bwindi, von wo am nächsten
Tag für Mascha, Finn und Stefan das Gorilla-Trekking startet. Diese beeindruckenden
Tiere so nah in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen, ist schwer zu beschreiben.
Der Weg durch den dichten Regenwald ist anstrengend, aber absolut lohnend. Es ist
ein einzigartiges Erlebnis, wenn man beobachten kann, wie sie miteinander kommunizieren
und sich um ihre Jungtiere kümmern.

Von Bwindi geht es zum Lake Mburo National Park; bevor es wieder zurück nach Deutschland
gehen soll.
Das absolute Highlight hier ist die Nachtsafari, die wir gemeinsam mit
einem örtlichen Ranger und natürlich Mister Edgar unternehmen. Es ist eine andere
Welt, die sich eröffnet. Wenn die Sonne untergeht, verändert sich nicht nur das 
Licht, sondern auch das Verhalten der Tiere. Plötzlich erwacht die Savanne zu einem
Leben, das tagsüber verborgen bleibt. Mit Taschenlampen und den Scheinwerfern des
Fahrzeugs tauchen wir in die Dunkelheit ein, aufmerksam auf jedes Geräusch und jede
Bewegung achtend. Obwohl wir keinen Leoparden (der uns von den Big Five noch fehlte)
zu Gesicht bekommen haben, hat gerade diese nächtliche Stimmung die Safari zu einem
unvergesslichen Erlebnis gemacht. Und wer weiß – vielleicht ist das Fehlen des Leoparden
einfach ein Grund mehr, irgendwann nochmal zurückzukommen und die Nacht in der afrikanischen
Wildnis erneut zu erleben.

Auf unserer Reise durften wir viele Perlen Ugandas entdecken, die sich aneinanderreihen,
nicht als Schmuckstück,sondern als lebendige Kette aus Momenten, Naturwundern, Orten,
Tieren und Menschen, die berühren. Ein großes Danke an Zoe, die die Reise geplant
hat und an Mister Edgar, der uns sicher durch das Land gefahren hat. Ein ebenso 
großes Danke natürlich an Heike, die all das erst möglich gemacht hat und an alle,
die Teil des Projektes in Gulu sind. 

Auch, wenn es etwas kitschig klingen mag:

Wer einmal Teil dieser Kette war, trägt sie danach für immer mit sich –
nicht als
Schmuck, sondern als Erinnerung. Als Verbindung. Als Versprechen.

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[01. Mai: Ein gelungener Tag für den guten Zweck](https://www.lichtstrahl-uganda.de/blog/01-mai-ein-gelungener-tag-fuer-den-guten-zweck/)

[Eine Reise in den sehr ursprünglichen Osten Ugandas](https://www.lichtstrahl-uganda.de/blog/eine-reise-in-den-sehr-urspruenglichen-osten-ugandas/)