Herzlich Willkommen oder wie man in Uganda sagt: KARIBU SANA
auf dem Blog „acht Pfoten für Uganda“

31.12.2021

HERZLICH WILLKOMMEN oder wie man in Uganda sagt: KARIBU SANA,

auf dem Blog „acht Pfoten für Uganda“, besser gesagt auf Amalia und Noahs Blog, denn um diese beiden Fellnasen, auf ihrem Weg nach Uganda, wird es hier gehen.

Der ein oder andere wird nun sicherlich ein großes Fragzeichen im Gesicht stehen haben: Zwei Hunde die nach Uganda geschickt werden? Was ist denn das für eine Idee?

Eine ziemlich Gute wie wir finden! Wir das sind Stellvertretend als Autorinnen auf diesem Blog, Zoe vom Lichtstrahlteam und Pia von der komm! Hundeschule.

Doch nicht nur Lichtstrahl und die komm! Hundeschule sind an dem Projekt „acht Pfoten für Uganda“ beteiligt. Um unseren Traum von zwei Therapiehunden für das Kinderkrisenhaus in Uganda wahrwerden zu lassen, braucht es noch weitere großartige Menschen die dieses Projekt unterstützen. Wer diese Menschen sind und was sie motiviert an dem Projekt teilzuhaben, erfahrt ihr im zweiten Blogbeitrag.

Amalia und Noah, unsere beiden Welpen für Uganda sind zurzeit gerade einmal zwei Wochen alt. Daher haben wir, bevor sie im Februar bei uns einziehen, noch viel Zeit euch alle nötigen Hintergrundinformationen über unser Herzensprojekt anzuvertrauen.

So werden wir euch die nächsten acht Wochen wöchentlich mit neuen Blogbeiträgen zu verschiedenen Themen versorgen, sodass wir euch hoffentlich in unserer Vorfreude und unserem Tatendrang mitreißen können! Natürlich wird es auch ein wöchentliches Update über die Welpen und viele zuckersüße Fotos geben – ist ja klar!

Wer Lust hat, in ein kleines Video von der komm! Hundeschule reinzuschauen, indem das Projekt vorgestellt und die Kids aus Uganda live zugeschaltet werden klickt einfach auf den folgenden Link: https://www.youtube.com/watch?v=NmGchrNqtfQ

Genug der Einführung:

Ihr seid sicherlich gespannt darauf, wie genau es zu dieser verrückten Idee kam, und was der Sinn und Zweck hinter der ganzen Geschichte ist.

Hierzu hat Zoe den ersten Beitrag verfasst, denn ohne ihre tanzenden Gedanken würden wir heute nicht hier sitzen und versuchen euch zu erklären wieso wir zwei Hunde auf ihrem Weg nach Uganda begleiten…

 

HAKUNA MATATA,

Pia

 

SPENDEN

Da bereits viele von euch nachgefragt haben:

Unser Projekt finanziert sich ausschließlich über Spenden, daher sind wir auf eure Unterstützung angewiesen. Eure finanzielle Förderung, welches ihr auf das Spendenkonto von Lichtstrahl Uganda unter dem Verwendungszweck „acht Pfoten für Uganda“ überweist, kommt zu 100% dem Projekt acht Pfoten für Uganda zugute und wird für keinerlei anderer Zwecke verwendet.

Die Kosten der Grundausbildung und der weiterführenden Ausbildung der Hunde zu erstklassigen Therapiehunden, werden von der komm! Hundeschule selbst übernommen.

Kosten die durch EURE Spenden gedeckt werden könnten sind zum Beispiel die Anschaffungskosten der Welpen, Futterkosten, Materialien für die Ausbildung, Materialien für die Arbeit in Uganda, Materialien, um die Kids auf die Hunde vorzubereiten usw.

Selbstverständlich halten wir dies transparent und informieren euch hier auf unserem Blog über größere Anschaffungen und Pläne.

 

Bankverbindung

Lichtstrahl Uganda e.V.

IBAN: DE21 4006 0560 0002 4278 18

BIC: GENODEF1S08

Verwendungszweck: Acht Pfoten für Uganda

Sparda Bank Münster

18.01.2022

Über die Tiergestützte Therapie

In diesem Blogbeitrag möchte ich euch gerne in die Erkenntniswelt der Tiertherapeutischenarbeit mitnehmen. Wahrscheinlich könnte ich über dieses Thema 6000 Seiten schreiben, ich versuche jedoch mich etwas kürzer zu fassen.

Fokussieren werde ich mich heute auf den Hund und seine Auswirkungen auf den Menschen. Das soll jedoch nicht heißen, dass der Hund das einzige Tier ist, welches einen positiven Einfluss auf die psychische und physiologische Gesundheit von Menschen haben kann.

Tiergestützte Therapie ist eine zielgerichtete, geplante und strukturierte therapeutische Intervention, die von professionell im Gesundheitswesen, der Pädagogik oder der Sozialen Arbeit ausgebildeten Personen angeleitet oder durchgeführt wird. Fortschritte im Rahmen der Intervention werden gemessen und professionell dokumentiert. TGT wird von beruflich (durch Lizenz, Hochschulabschluss oder Äquivalent) qualifizierten Personen im Rahmen ihrer Praxis innerhalb ihres Fachgebiets durchgeführt und/ oder angeleitet. TGT strebt die Verbesserung physischer, kognitiver verhaltensbezogener und / oder sozio-emotionaler Funktionen bei individuellen Klienten an.

Tiergestützte Therapie ist anders als man vielleicht denken mag, keine Neuerscheinung. Aufzeichnungen aus dem 9. Jhd. belegen den Einsatz von Tieren in der Arbeit mit psychisch kranken Menschen zur Verbesserung ihrer Lebensqualität und zur Strukturierung ihres Tages. In den 60er Jahren kam es zu ersten wissenschaftlichen Untersuchungen des therapeutischen Einsatzes von Tieren ( z.B Boris Levinson „The Dog as a Co-Therapist“ (1962). Hier liegt der Startpunkt der modernen Tiergestützten Therapie. In den 70er Jahren etablierte sich das Therapeutische Reiten. Von da an wuchs das Tiertherapeutische Angebot stetig.

Wieso aber haben Tiere, in unserem Fall der Hund, eine so positive Auswirkung auf das Wohlbefinden von Menschen?

Dies hat verschiedenste Gründe, die ich euch im Folgenden kurz erläutern möchte. Mir ist jedoch auch wichtig direkt zu Beginn zu erwähnen, dass man nicht pauschal sagen kann, dass jeder Hund auf jeden Menschen positive Auswirkungen hinsichtlich seines Wohlbefindens hat.

Um bei der Tiergestützten Therapie Erfolg verzeichnen zu können ist es notwendig, wie in jeder anderen Therapieform auch, dass der/ die Klient*in der Tiergestützten Therapie offen und positiv gegenübersteht. Zurück zu den Gründen, die die tiertherapeutische Arbeit mit Hunden so vielversprechend machen…

 

1.Das Oxytocin-System und seine Effekte

Oxytocin oder auch Bindungs-und Kuschelhormon genannt, reguliert den Blutdruck und den Kortisolspiegel. Das Hormon wird in vertrauensvollen Beziehungen und bei sozialen Bindungen zwischen Menschen ausgeschüttet. Vor allem bei Berührungen, streicheln, längerem Blickkontakt oder beim Stillen eines Säuglings erhöht sich der Oxytocin-Spiegel maßgeblich. Wird das Hormon ausgeschüttet wirkt sich dies positiv auf physiologische und psychologische Faktoren beim Menschen aus. So kann nachweislich der Blutdruck und die Herzfrequenz gesenkt, Angst und Aggression bei sozialem Stress gemindert, und die Empathie gefördert werden.

Und jetzt kommt das Schöne an der ganzen Oxytocin-Geschichte: Auch beim Körper- und Sichtkontakt von Mensch und Hund wird unser Bindungshormon ausgestoßen, und zwar sowohl beim Menschen, als auch beim Hund (falls sich also jemand als Therapiemensch für Hunde ausbilden lassen möchte, Bewerbungen werden ab jetzt angenommen ). Bedeutet also, dass Tiere (Hunde) die Fähigkeit besitzen „die Aktivität des sympathischen Nervensystems zu reduzieren und damit physiologische Stressreaktionen abzupuffern“ (Julius et. al. 2014, 76). So können sie für Menschen in stressigen oder unangenehmen Situationen eine echte Stütze sein. Durch die Anwesenheit und die Berührung des Hundes wird Oxytocin ausgestoßen – die jeweilige Situation wird für den Menschen als angenehmer wahrgenommen.     So konnte beispielsweise in Studien festgestellt werden, dass der erhöhte Blutdruck von Kindern in Vorlesesituationen durch die Anwesenheit eines Hundes sinkt. Ebenso konnte beobachtet werden, dass während der Interaktion mit einem Hund die Muskelspannung im Gesicht nachlässt und sich sowohl Entspannung als auch ein Lächeln ausbreiten.

 

2.Der Hund als Vertrauensperson und echter Bindungspartner

In einer von Bergler durchgeführten Studie wurden 240 Kinder danach gefragt, welche Aussagen über die Beziehung zu ihrem Hund zutreffen. 86 % der Kinder stimmen der Aussage zu, dass ihr Hund immer für sie da ist und dass sie ihm alles erzählen können. Weitere 81 % geben über ihren Hund an, dass er ihnen immer zuhört, und 76 % fühlen sich sicher und haben keine Angst, wenn der Hund bei ihnen ist. 72 % stimmen der Aussage zu, dass der Hund sie tröstet, wenn sie traurig sind oder Sorgen haben (Bergler 2009, 39f.).

Zudem können Tiere ein echter Gesprächspartner sein, wer von uns hat seinem Hund noch nie von einem sch*** Tag bei der Arbeit erzählt oder sich still und heimlich über Mitmenschen ausgelassen – klar, unsere Hunde können es ja auch wirklich nicht weiter tratschen…Hunde können echte Gesprächspartner sein, mit denen Freud und Leid geteilt werden. Obwohl der Hund die einzelne Information nicht versteht, fühlt er intuitiv die Stimmung seines menschlichen Partners. Er weiß, ob sein Herrchen fröhlich oder verstimmt ist, und wirkt somit wie ein ‚stiller Psychiater‘, weil er geduldig und scheinbar teilnahmslos zuhört (vgl. Greiffenhagen & Buck- Werner 2012, 45). Besonders Kinder, um die es ja primär in unserem Projekt geht, nehmen Hunde als Lebewesen wahr, denen sie alle Geheimnisse anvertrauen können, ohne dass sie Angst vor negativen Konsequenzen haben müssen. Ein Hund vermittelt den Eindruck an allem interessiert zu sein und Verständnis für die Probleme der Kinder zu haben. Gerade schüchterne oder ängstliche Kinder öffnen sich Hunden oftmals eher als anderen Menschen. Insbesondere, wenn die Eltern oder deren Unterstützung im Leben der Kinder fehlt, kann die Beziehung zu einem Hund vor Gefühlen wie Einsamkeit, Minderwertigkeit und Ausgrenzung schützen.

 

3.Was können unsere Kids in Uganda von Amalia und Noah lernen?

Neben der Tatsache zwei echt Fellnasen als Freunde, Beschützer, Zuhörer und Wegbegleiter zu haben, können im Zusammenspiel zwischen Kind und Hund noch andere positive Effekte auftreten. So wird das Verantwortungsgefühl und das Pflichtbewusstsein geschult, indem die Kinder für das Wohl der beiden Hunde die Verantwortung tragen. So muss darauf geachtet werden, dass die aufgestellten Dog-Rules eingehalten werden und sich jeder rücksichtsvoll den Hunden gegenüber verhält. Auch die Versorgung der Hunde in Form von Spaziergängen, Wasser- und Futtergabe fällt unter die Aufgaben der Kinder und muss täglich eingehalten werden. Die Sensibilität für andere Lebewesen, das genau hinschauen und „hinfühlen“, schulen die Kinder in der Art wie sie mit Amalia und Noah kommunizieren. Was möchte der Hund mit seiner Körpersprache ausdrücken? Geht es ihm gut? Tut ihm etwas weh? Hat er Spaß an dem was wir mit ihm machen? All diese Dinge, können Hunde nicht verbal kommunizieren. So müssen wir Menschen uns auf die nonverbale Ebene einlassen, welche hilft Empathie, Sensibilität und empathisches Verhalten gegenüber anderen Lebewesen zu fördern. Vor allem für die schwer traumatisierten Kinder im Kinderkrisenhaus ist es häufig schwierig eigene Gefühle zuzulassen, sich zu öffnen und über das Erlebte zu sprechen. Amalia und Noah als Zuhörer können den Kindern mit einer bedingungslosen positiven Wertschätzung begegnen. Sie werden die Gefühle der Kinder wahrnehmen, sich einfühlen, auf sie reagieren und sie vor ihren Gedanken beschützen. Dabei bleiben sie immer authentisch und kongruent. Durch den intensiven Kontakt wird wie oben bereits beschrieben Oxytocin ausgestoßen, welches bei den Kids dann Stressmindernd wirkt.

Und was zum Schluss natürlich nicht zu kurz kommen darf, ist der RIESEN SPASS den die Kids mit Amalia und Noah haben werden!

In einem Land, in dem Hunde sonst vor allem auf der Straße leben, als dreckig und gefährlich wahrgenommen und von unserer Assoziation vom Zusammenleben von Mensch und Hund meilenweit entfernt sind, wird es umso spannender sein zu beobachten welche tolle Beziehung zwischen den Kids und ihren Wegbegleitern entstehen wird!

In diesem Sinne,

Hakuna Matata, Pia

11.01.2022

Das acht Pfoten für Uganda Team stellt sich vor

Zoe von Lichtstrahl Uganda e.V.

Now or never…..ich bin die, die mit den tanzenden Gedanken – Zoe Rath. Das aus meinem Traum nun ein echtes Projekt geworden ist, habe ich ganz besonderen Menschen zu verdanken. Eine davon ist Pia und wie das Leben oft so spielt….wir sind uns schon vor vielen Jahren auf dem Schulhof begegnet. Das wir hier zusammen diesen Blog für Euch schreiben, ein nun gemeinsames Herzensprojekt teilen, damit hat damals wohl keine von uns gerechnet. Es wird sicher ein ganz besonderer Moment für mich sein, wenn Pia, Pepe und Florian unsere Lichtstrahl Kids in Uganda Ostern 2022 persönlich kennenlernen!! Jetzt freue ich mich aber erstmal, Euch auf diese spannende Reise „acht Pfoten für Uganda“ mitzunehmen.

Hakuna Matata Zoe

Pia & Flo von der komm! Hundeschule

Meine Stimme kennt ihr ja schon aus älteren Blogbeiträgen und von Instagram. Natürlich möchte aber auch ich mich bei euch etwas ausführlicher vorstellen. Das tue ich nicht allein, sondern in Kombination mit Flo – als Partner in Crime versteht sich.

Gemeinsam betreiben wir die komm! Hundeschule in Senden.

Flo ist seit 15 Jahren Hundetrainer, die eigene Hundeschule gibt es seit mittlerweile seit 10 Jahren. Ich selbst bin erst durch Flo in die große Hundeschulwelt abgetaucht, hatte davor auch immer eigene Hunde. Neben der Arbeit im verrückten Hundeschulleben arbeite ich als Lehrerin an einer Hauptschule mit den Fächern Deutsch und Sozialwissenschaften.

Im Jahr 2016 habe ich für ein halbes Jahr in Kapstadt gelebt und im Phillippi Children Center gearbeitet, eine „Kindertagesstätte“ mit Vorschule in Phillippi, eines der größten Townships in Kapstadt. Seitdem hat mich, wie Zoe es so schön sagt, das „Afrika-Feeling“ gepackt, was vor allem mit den dort lebenden Menschen zusammenhängt.

Flo und ich haben selber fünf eigene Hunde, eine Bande gemischt aus den unterschiedlichsten Rassen. Da wären unsere beiden Omis Jess (Border Collie) und Zola

(Staffordshire Mix aus einer Tötungsstation in Ungarn), der kleine Quatschkopf Lou (Harzer Fuchs), der Hahn im Korb Kaami (Aussie x Golden Retriever Mix) und die Jüngste im Bunde Zazou (Belgischer Schäferhund).

Für uns gibt es nichts Schöneres als unsere freie Zeit mit unserem Sohn Pepe unseren fünf Fellnasen in Action zu verbringen. Ob eine Wanderung hoch auf die Zugspitze oder bei einer Vantour den Atlantik runter, unsere Hunde sind immer mit dabei.

Diese Freude, diese unglaubliche Bindung zu unseren Hunden und ein gegenseitiges Verständnis was keinerlei Worte bedarf, versuchen wir tagtäglich an die Mitglieder unserer Hundeschule weiterzugeben.

Die komm! Hundeschule zählt zu den größten Hundeschulen NRWs, mit bis zu 1500 trainierenden Mensch-Hund-Teams pro Woche und einem 11-köpfigem Trainerteam.

Neben klassischen Welpen-, Junghunde-, und Mensch-Hund-Kursen, bieten wir eine große Bandbreite an zusätzlichen Kursen an. Wer es sportlich mag findet sich meist beim Agility, THS, Canicross oder Dogscooter wieder. Auch Trick,- Apportier,- und Kinderkurse sind bei uns sehr beliebt. Außerdem bieten wir Obedience, Anti-Gift-Köder-Kurse und Erste-Hilfe-Kurse für den Hund an.

Die Spürnasen finden bei der Flächen-Trümmer-Suche oder beim Mantrailing ihre Auslastung. Flos Mantrailer Suchhundestaffel ist seit letztem Jahr Teil der Johanniter Rettungshundestaffel, worauf wir sehr stolz sind.

Ein besonderer Zweig unserer Hundeschule ist die Ausbildung von Therapie- und Assistenzhunden. Hierauf liegt auch der Fokus meiner Arbeit in der Hundeschule, vor allem im Schwerpunkt Kinder und Jugendliche. Unsere angehenden Therapiehunde arbeiten in den verschiedensten Bereichen. Neben den schon etwas bekannteren Einsatzorten für Therapiehunde, wie Schulen, Kitas und Altenheime, bilden wir unter anderem auch Hunde für Psychologische, Physiologische uns Osteopathische Praxen aus.

Ein noch speziellerer Fall ist Hündin Fritzi. Fritzi ist der erste Therapiehund der von einer Richterin mit im Gerichtssaal und/oder bei Vernehmungen geführt wird. Sarah und Fritzi absolvierten im letzten Jahr erfolgreich ihre Ausbildung bei uns, und arbeiten nun gemeinsam auf dem Richterstuhl.

Zusätzlich bildet Flo Assistenzhunde aus. Als Unterstützer und potenzielle Lebensretter auf vier Pfoten erkennen diese Hunde beispielsweise einen Epileptischenanfall, noch bevor es eine Maschine tut und können so ihren Besitzer warnen oder Hilfe holen.

Als Zoe mit ihrer Idee und der Nachfrage zu uns kam, ob es nicht möglich wäre einen Therapiehund für das Kinderkrisenhaus in Uganda auszubilden, waren wir direkt Feuer und Flamme – so ein Projekt schreit ja förmlich nach uns!

Und so sitzen wir nun hier, freuen uns riesig auf die Welpen, die im Februar bei uns einziehen und sprudeln nur so über vor lauter Ideen, welche das Projekt noch weiter nach vorne bringen könnten.

Die beiden Welpen, Amalia und Noah werden mit 8 Wochen bei uns und unserem Trainerteam einziehen. Es ist wichtig, die beiden direkt von Anfang an, an ein großes Rudel Menschen zu gewöhnen, denn in so eines werden sie auch in Uganda reinwachsen, mit vielen verschiedenen Kindern aller Altersgruppen und tollen Sozialarbeitern, die für die Hunde in Uganda verantwortlich sein werden.

Hakuna Matata, Pia

Sandra & Mario von der roestbar in Münster

Nachdem unsere alte Hundedame 16 Jahre alt geworden ist und wir eine neue Hündin , Hedda ,bekamen, hatten wir alles vergessen was Hundeerziehung betrifft und Hedda tanzte uns auf der Nase herum.

Durch einen tollen Tipp versuchten wir es bei Florian und Pia in der komm hundeschule und sind begeistert über die Vielfalt des Trainingsangebots und den Erfolg des Trainings. Hedda macht Mantrailing und ist sehr glücklich dabei. Selbstverständlich kommt unsere kleine Hündin, sie wird Tilda heißen , auch in die beste Ausbildung bei Pia und Florian.

Das Lichtstrahl Projekt ist für uns seit vielen Jahren eine Herzensangelegenheit, wir sind stolz darauf es unterstützen zu dürfen. Wir waren selbst schon mehrfach dort und sind sehr begeistert was Heike dort geschaffen hat und wieviel Hilfe direkt ohne Umwege dort ankommt.

Die Idee, den schwer traumatisierten Kindern Therapiehunde als Begleiter an die Seite zu geben , faszinierte uns total. So entschieden wir , ein Geschwister aus dem selben Wurf bei uns einziehen zu lassen und freuen uns riesig auf Tilda und ihre Ausbildung in der komm Hundeschule.

Unsere betreuende Tierärztin Daniela

Tierärztin zu sein ist für mich nicht nur Beruf, sondern auch Berufung.

Es ist jeden Tag auf’s neue spannend herauszufinden, was meine Patienten haben und wie ich ihnen helfen kann. Bei einigen ist es sehr einfach und eindeutig, bei anderen ist es komplizierter. Gleichzeitig ist es meine Aufgabe immer den Besitzer mit ins Boot zu nehmen, Zusammenhänge zu erklären, mögliche Therapien zu besprechen und den Entscheidungsprozess zu begleiten. Auch das ist es bei einigen sehr einfach und bei anderen komplizierter.

Ich habe sehr viele unterschiedliche Beziehungen zwischen den Tieren und ihren Haltern kennenlernen dürfen. Und nicht erst beim Einschläfern fällt auf, was für enge Bindungen entstehen können und wie oft ein Tier bei seelischer Not gut tut!

Seit über 25 Jahren begleiten mich Golden Retriever, sodass ich keinerlei Komplikationen befürchtete, als ich mir vor knapp 2 Jahren einen jungen Straßenhund aus Rumänien als Zweithund holte.

Die Schwierigkeiten ließen aber nicht lange auf sich warten, und nach einigen Fehltritten landeten wir endlich in der Komm! Hundeschule.

Kalle hatte zu dem Zeitpunkt schon fast 1 Jahr Zeit, sein Fehlverhalten zu festigen. Meine bisherigen Erziehungsmethoden und mein Verhalten gegenüber Hunden wurde komplett umgekrempelt, um aus mir die richtige Hundeführerin für Kalle zu formen und auch die Beziehung zu Leni (meinem Golden Retriever) hat sich dadurch positiv verändert.

Es ist ein Prozess – der stetig fortschreitet, bei dem wir uns immer wieder auf neue Gegebenheiten einstellen müssen, ich mich immer wieder selbst reflektieren muss und wir gemeinsam immer besser werden!

Manchmal bin ich noch zu ungeduldig oder lass mich von meinem Umfeld zu sehr unter Druck setzen. Und dann ist es immer wieder schön, von Florian auf den Pott gesetzt zu werden und sich vor Augen zu führen, wo wir her kommen und was wir schon alles erreicht haben!

Deshalb war es für mich selbstverständlich zuzusagen, als ich gefragt wurde, ob ich das Projekt und die Hunde für Uganda begleiten und betreuen würde.

In der kurzen Zeit bin ich schon mit heftigen (und nicht immer schön formulierten) Gegenargumenten bombardiert worden.

Und es ist auch gut, gründlich darüber nachzudenken, ob es wirklich für alle Beteiligten eine gute Lösung ist.

Ich für mich bin zu dem Entschluss gekommen, dass Amalia und Noah sehr vielen Kindern und Jugendlichen helfen können ihre Traumata besser zu verarbeiten. Und ich bin fest davon überzeugt, dass es ihnen in Uganda gut gehen wird, weil es garantiert nicht an Liebe und Fürsorge mangeln wird (anders als es leider teilweise in Deutschland der Fall ist).

Jetzt ist es meine Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Behörden die bürokratischen Hürden der Ein- und Ausreise zu überwinden.

Von deutscher Seite her, dauert es zwar etwas, bis man an der richtigen Adresse landet, aber dann ist ganz klar geregelt, was für Kriterien erfüllt werden müssen.

Auf der ugandischen Seite habe ich mit ganz anderen Hürden zu kämpfen… Ich warte bis heute auf die Antworten…

Gleichzeitig muss ich natürlich versuchen herauszufinden, was für Krankheiten oder Parasiten in Uganda auf die beiden Hunde warten und versuchen, sie möglichst gut davor zu schützen.

Heike von Lichtstrahl Uganda e.V.

Hallo – Hello – Apwoyo – ich bin Heike Rath, 1. Vorsitzende von Lichtstrahl Uganda e.V. und habe mir vor vielen Jahren nach einer langen, schweren Krankheit meinen Lebenstraum erfüllt, mich in der Entwicklungshilfe in Afrika zu engagieren. Was es allerdings heißt, in ein bürgerkriegstraumatisiertes Gebiet zu fahren , was es allerdings heißt, an einer Malaria zu erkranken oder wohlmöglich daran zu versterben, an Hunger zu leiden, ein Baby unter einem Mangobaum zu gebären und die Schule nicht besuchen zu dürfen, das war mir nicht klar.
All diese Erlebnisse haben mich dazu bewogen mit Freunden Lichtstrahl Uganda e. V. zu gründen. Heute behandeln wir auf unserer Medizinstation über 12.000 Patienten pro Jahr, über 3.000 Frauen kommen zur Entbindung , Vor und Nachsorge und zur Familienplanung, insgesamt besuchen über 650 Kinder unsere Vorschule und Primary Schule und 50 Kinder sind „unsere Lichtstrahl – Kinder“, denn sie leben bei uns. Eigentlich leide ich an einer Tierhaarallergie und deswegen war ich wenig Hunde affin. Durch Mr. Nelson bin ich allerdings Hunde-Oma geworden und ohne ihn möchte ich nicht mehr!! Das hat man wohl davon, wenn Träume wahr werden! Zoes Idee hat mich erst sprachlos gemacht….ich konnte es mir nicht so recht vorstellen, aber mein Gefühl sagte mir, es passt perfekt!! Sie kennt unsere Kids zu gut und weiß vielleicht sogar besser als ich, was ihnen fehlt…..das Gefühl, jemand ist bedingungslos da – wie sie für Nelson und er wohl auch für sie. Auf Florian, Pia und dem komm! Hundeschul Team zu treffen, war auch für mich ein echt bewegendes Weihnachtsgeschenk 2021….und das meine Freunde Sandra und Mario nun noch mit uns eine „Großfamilie“ werden, freut mein Herz sehr!! DANKE an Euch Alle für das etwas Verrücktsein, es hilft, das oft so bewegende Leben besonders zu sehen !

Die Lichtstrahl – Kids

Hello to all of you…..it is us….the lichtstrahl kids!!!! Das wohl schönste Weihnachtsgeschenk der Welt….und das auch noch für UNS!!! Wir sind 30 Mädchen und 20 Jungs, leben alle im Lichtstrahl Kinderkrisenhaus. WARUM??? Ein langer Bürgerkrieg hat viele unserer Eltern getötet, viele unserer Eltern waren oder sind HIV positiv, wir übrigens auch, einige von uns leiden an Sichelzellanämie, die Meisten von uns haben viel Gewalt erlebt und auf uns geachtet hat oft keiner. Unser Kinderkrisenhaus ist unser Lichtstrahl geworden und unsere 2.Heimat. Auch wenn es uns an „Nichts“ hier fehlt, so tanzen auch unsere Gedanken viel zu oft und wir merken, dass das Erlebte schwer zu verarbeiten und besonders zu vergessen ist.
Was wäre nun schöner für uns, als zwei ehrliche und echte Wegbegleiter…..??? Als Zoe uns gesagt hat, dass wir auch noch die Namen für die Hunde aussuchen dürfen, fanden wir das superklasse!! Wollt Ihr wissen, wofür wir 50 Kids uns am Ende entschieden haben……AMALIA, weil sei die Tapfere ist und NOAH, weil er Trost und Ruhe gibt. Wir freuen uns riesig auf das gemeinsame Abenteuer mit Euch….Ihr kommt uns hoffentlich alle mal besuchen!!!!

Mike – Sozialarbeiter bei Lichtstrahl Uganda e.V.

Hello to you ….ich bin Mike Acaye und arbeite seit ca.3 Jahren als Sozialarbeiter im Lichtstrahl Kinderkrisenhaus. Auch wenn ich selber verheiratet bin und zwei eigene Kinder habe, verbringe ich doch die meiste Zeit dort. Für mich sind diese Kinder längst zu einer zweiten Familie geworden. Jedes dieser Kinder hat eine ganz , bewegende Geschichte, sie sind sehr vulnerable und meist schwer traumatisiert. Als meine „Chefin“ Heike mir von Zoes Idee erzählte und mich nach meiner ehrlichen Meinung gefragt hat, konnte ich es kaum glauben. Ich liebe Tiere, besonders Hunde, aber hier in Uganda haben sie einen äußerst geringen „Stellenwert“. Das sicher einzige Projekt in ganz Uganda zu sein, welches deutlich machen möchte, welche besonderen Fähigkeiten Hunde haben können, hat mich dazu noch sehr gefreut. Ich bin sicher nicht so der typische afrikanische Mann…die Emotionalität hat mich ebenso bewegt und ich bin überzeugt, dass es unseren Kids super gut tun wird und sie Erfahrungen und Wissen über Hunde bekommen, welches sie ihr Leben lang positiv beeinflussen wird.

Ketty – Leitung der Primary School bei Lichtstrahl Uganda e.V.

Hello to you ….ich bin Ketty Lamunu Hope, war lange Jahre stellvertretende Schulleitung und übernehme dieses Jahr nun die Leitung der Lichtstrahl Uganda Primary Schule. Ein Herzenswunsch von mir, denn auch für mich ist Lichtstahl über all die Jahre mein 2. Zuhause geworden. Die Mathilde Anneke Gesamtschule aus Münster ist unsere Partnerschule und im März 2019 durfte ich zusammen mit meinem Lichtstahl Kollegen Felix Kilama für 3 Wochen nach Münster reisen. Felix leitet den Roestbar Coffee Shop in unserem Projekt und wurde somit 3 Wochen von Sandra, Mario und dem Roestbar Team als Barista ausgebildet. Ich hingegen durfte 3 Wochen in der Mathilde Anneke Schule unterrichten. Alles war so anders als in Uganda, aber ich habe mich super wohl gefühlt und durfte viel lernen. Pünktlichkeit, Sauberkeit, Organisation und der mehr herzliche Umgang zwischen Schülern und Lehrern hat mir sehr gefallen. Vieles davon habe ich meinen ugandischen Kollegen erzählt und Einiges haben wir umsetzen können. Aber Afrika ist eben Afrika! Auch wir werden wohl nun mit diesem Projekt die erste Schule sein mit tierischen Klassenkameraden ( Mäuse, Ratten, Insekten etc. meine ich damit nicht)! Ich freue mich sehr, auf diese neue Herausforderung, denn auch mir liegt das Wohl unserer Kinder sehr am Herzen !

 

04.01.2022

Wie ist es eigentlich zu der Idee gekommen?

Finde Jemanden, der genauso verrückt ist wie Du und ein Traum kann Wirklichkeit werden…

So ungefähr bin ich auch zu Lichtstrahl gekommen… Vor 16 Jahren war meine Mama auch ein bisschen verrückt und hat sich ihren Lebenstraum, Entwicklungshilfe in Afrika kennenzulernen, erfüllt. Der Norden Ugandas ist es dabei eher zufällig geworden, durch einen Kontakt meiner Grundschule. Für meine Mama ist es mittlerweile Ihre zweite Heimat und ein bisschen auch für mich. Mein Bruder und ich konnten uns lange nicht richtig vorstellen, wo Mama eigentlich ist, aber vor 10 Jahren habe ich mich getraut, ein Stück in diese Welt, die so unglaublich anders ist, mit einzutauchen. Was soll ich sagen, das „Afrikafeeling“ hat mich gepackt, aber nicht so, wie ihr denkt. Natürlich ist es toll, wilde Tier zu sehen, Sonnenaufgänge und Untergänge zu genießen und die afrikanische Weite zu entdecken, aber am meisten haben mich die Blicke der Kinder getroffen! Neugierig, lachend, lustig, herzlich, aber auch unglaublich traurig & traumatisiert. Nach einem über 20-jährigen Bürgerkrieg müssen viele von Ihnen unter schwierigsten Bedingungen groß werden. Hunger, Krankheit, Gewalt – sind alltägliche Themen. So unterschiedlich unsere Welten aber auch sind, so verbunden fühle ich mich mit Ihnen. Vor einigen Jahren merkte ich, auch wenn ich es lange nicht wahrhaben wollte, dass meine Gedanken immer wieder tanzten 🙂 Es viel mir schwer sie zuzulassen, zu sortieren, zu fühlen und am Ende mit ihnen umzugehen. Ich holte mir Hilfe, dieses tat gut. Das Beste, was ich aber für mich getan habe, war es, mir meinen Herzenswunsch zu erfüllen.
Vor zwei Jahren ist Nelson, ein spanischer Wasserhund hier eingezogen. Für mich ist Nelson kein „Mitläufer“, sondern ein wunderbarer Weg- & Lebensbegleiter!
Durch unsere Freunde Sandra und Mario – Roestbar Münster, bin ich auf die “ komm! Hundeschule“ aufmerksam geworden. Mein Anspruch – ein gut erzogener Hund!
Viele Monate im Jahr lebt Mama mittlerweile in Uganda, da sie vor Ort immer offline ist, bleibt uns ganz altmodisch das Telefon. Auf Ihrer August/ September 2021 Reise war sie oft emotional aufgewühlt. 50 Kinder leben in unserem Lichtstrahl Kinderkrisenhaus. Mama kennt alle Schicksale dieser Kinder und trotzdem war es dieses Mal so anders. Mama & das Team in Uganda haben gedacht, medizinische Versorgung, gute Unterbringung und ausreichende Nahrungsmittel, Schulbesuch, etc. wären genug. Sie mussten aber feststellen, dass viele unserer Kinder, besonders die älteren Mädchen unter schweren psychischen Traumata leiden. Hilfe kam von Trauma-Psychologen und dem Jugend- & Gesundheitsamt aus Gulu/ Uganda. Jetzt tanzten meine Gedanken schon wieder 🙂 Meine verrückte Idee: Tierische Wegbegleiter für unsere Kids!
Als diese verrückte Idee, auf ebenso etwas verrückte Menschen traf, nahm das Verrückte seinen Lauf. Ich traute mich – auch wenn ich etwas Sorge hatte, dass Florian meine Idee eher für total crazy halten würde. Seine direkte Antwort: “ Ich bin dabei und ein zeitnahes Treffen wäre super“, brachten meinen Herzrhythmus allerdings kurzfristig aus dem Takt. BUT…..NOW OR NEVER….und so trafen wir uns wenige Tage später mit Pia, Pepe und Florian und viele Gedanken „flogen“ durch unsere Köpfe. Schnell wurde uns klar….weitere etwas „verrückte“ Wegbegleiter wären super. Wir verteilten Aufgaben, Pia und Florian fragten ihr Team der komm! Hundeschule, Mama das Team in Uganda, Florian die Züchterin und Daniela als Tierärztin und ich Sandra und Mario – Roestbar Münster- um ihre Meinungen. Das aber innerhalb weniger Tage meine tanzenden Gedanken plötzlich zu einem echten Projekt wurden, damit hätte ich nie gerechnet.
Aus einem Traum wurde Wirklichkeit – 2 Therapiehunde für unsere Lichtstrahl Kids im Krisenhaus.
Nächste Woche gibt es übrigens ausführliche Vorstellungen des gesamten „ein wenig verrückten Teams“!

HAKUNA MATATA
Zoë